Erfindung des Wudangpai, dem Stil der "weichen Hand", der später zum Tai Chi Chuan wurde. Die chinesischen und japanischen Meister der Kampfkünste zeigen uns, dass die Wurzel des Kampfes, allen Kampfes, nicht nur in der erlernten oder sogar meisterhaft beherrschten Technik zu finden ist. Vielmehr garantiert der Geist des Kämpfers den Erfolg: seine Fähigkeit, sich zu konzentrieren und zu beobachten, kombiniert mit seinem Qi, seinem vitalen Elan. Alle Episoden dieses Buches entstammen traditionellen Gesellschaften, in denen die Philosophie des Kampfes bzw. des Nicht-Kampfes, diese Sprache der Weisheit und der Lebenskunst, zweifellos gelebt und nicht nur gedacht wurde. Somit ist dieses Buch zugleich eine Initiation in das innere Wesen der Kampfkünste, ein Abriss der Psychologie des Handelns, ein Führer für die Alltagspraxis und eine Sammlung von gelebten Geschichten.
Kunst Siegen
11.05.2007 20:59:46
Das Vorbild der Schlange Eines Tages hörte Zhang Sanfeng.
Er hatte bereits mehrere Stunden in völliger Stille meditiert - einen wunderbaren, geradezu übernatürlichen Gesang. Als er sich umsah, fiel sein Blick auf einen Vogel, der auf einem Zweig saß und aufmerksam den Boden beobachtete. Zu Füßen des Baumes hatte eine Schlange ihren Kopf zum Himmel hoch aufgerichtet. Die Blicke des Vogels und der Schlange trafen sich, die beiden starrten einander an. Plötzlich flog der Vogel mit einem durchdringenden Schrei auf die Schlange zu und fing an, mit seinen Krallen und seinem Schnabel auf sie einzuhacken. In verwirrenden Wellenbewegungen und mit unglaublicher Eleganz wich die Schlange den brutalen Angriffen des Vogel aus. Erschöpft von seinen vergeblichen Angriffen, zog sich der Vogel auf seinen Ast zurück, um wieder zu Kräften zu kommen. Dann griff er aufs Neue an. Doch wieder führte die Schlange ihre kreisenden Tanz auf - der sich mehr und mehr in einen Wirbel unfassbarer Energie verwandelte. Der Überlieferung zufolge inspirierte diese Szene den Meister der Drei Bergspitzen, Zhang Sanfeng, bei der

Erfindung des Wudangpai, dem Stil der "weichen Hand", der später zum Tai Chi Chuan wurde. Die chinesischen und japanischen Meister der Kampfkünste zeigen uns, dass die Wurzel des Kampfes, allen Kampfes, nicht nur in der erlernten oder sogar meisterhaft beherrschten Technik zu finden ist. Vielmehr garantiert der Geist des Kämpfers den Erfolg: seine Fähigkeit, sich zu konzentrieren und zu beobachten, kombiniert mit seinem Qi, seinem vitalen Elan. Alle Episoden dieses Buches entstammen traditionellen Gesellschaften, in denen die Philosophie des Kampfes bzw. des Nicht-Kampfes, diese Sprache der Weisheit und der Lebenskunst, zweifellos gelebt und nicht nur gedacht wurde. Somit ist dieses Buch zugleich eine Initiation in das innere Wesen der Kampfkünste, ein Abriss der Psychologie des Handelns, ein Führer für die Alltagspraxis und eine Sammlung von gelebten Geschichten.
Erfindung des Wudangpai, dem Stil der "weichen Hand", der später zum Tai Chi Chuan wurde. Die chinesischen und japanischen Meister der Kampfkünste zeigen uns, dass die Wurzel des Kampfes, allen Kampfes, nicht nur in der erlernten oder sogar meisterhaft beherrschten Technik zu finden ist. Vielmehr garantiert der Geist des Kämpfers den Erfolg: seine Fähigkeit, sich zu konzentrieren und zu beobachten, kombiniert mit seinem Qi, seinem vitalen Elan. Alle Episoden dieses Buches entstammen traditionellen Gesellschaften, in denen die Philosophie des Kampfes bzw. des Nicht-Kampfes, diese Sprache der Weisheit und der Lebenskunst, zweifellos gelebt und nicht nur gedacht wurde. Somit ist dieses Buch zugleich eine Initiation in das innere Wesen der Kampfkünste, ein Abriss der Psychologie des Handelns, ein Führer für die Alltagspraxis und eine Sammlung von gelebten Geschichten.

Komentáre